Worms, 23.05.2008

Kriminalhauptkommissar Bertram Borens war Gast in der Begegnungsstätte des Ortsvereins Worms-Mitte der Arbeiterwohlfahrt im Gerd-Lauber-Haus in der Brucknerstraße.

In seinen Ausführungen ging es hauptsächlich um Gefahren, denen besonders ältere Menschen ausgesetzt sind. Ob Einbrüche in leerstehende Häuser - in denen es oft an der notwendigen Sicherung fehle, obwohl es an fachkundigen Beratungsmöglichkeiten nicht mangele - oder beim bekannten Enkeltrick: Leichtgläubig und gutmütig dürfe man nicht sein.

Es sei immer ratsam, so der Kriminalhauptkommissar, sich nicht auf Anrufer einzulassen. Es kommt häufig vor, dass der Anrufer kein entfernt wohnender Verwandter oder Bekannter mit Geldsorgen, sondern ein skrupelloser Schwindler sei. Vorsicht sei auch geboten, wenn angebliche Firmenmitarbeiter telefonisch ihre Dienste anböten oder Kontonummern erfragen wollten. Wer alleine wohne, behalte dies ebenfalls besser für sich.

Darüber hinaus sollte niemand in die Wohnung gelassen werden, wer sich nicht klar ausweisen könne. Im Alter sei es selbst dann am besten, nicht alleine zu sein.

Die Palette der Themen an diesem interessanten Nachmittag im Gerd-Lauber-Haus war breit: postalische Preisgewinnmitteilungen, sogenannte Kaffeefahrten unbekannter Veranstalter sowie Haustür- und Telefongeschäfte. Der Kriminalhauptkommissar konnte viele Beispiele aus der täglichen Praxis der Kriminalpolizei aufzeigen, die deutlich machten, dass Leichtsinn und Gutgläubigkeit gefährlich sein können und Gaunern das Leben oft unnötig erleichtern.

Karl Kronauer