Worms, 11.10.2011

Beim „Treffpunkt AWO" begrüßte Gastgeber Heinrich Früauff mit Sonja Guettat von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz eine Expertin zum Thema „Unseriöse Geschäftspraktiken". Dazu gehören das Ärgernis unseriöser Werbung, falsche Gewinnmiiteilungen, Kaffeefahrten, Haustürgeschäfte, Telefonwerbung und untergeschobene Verträge.

Die Verbraucherzentrale ist eine gemeinnützige Einrichtung, um Verbraucherinteressen zu vertreten. In vielen Vorträgen, wie bei der AWO im Gerd-Lauber-Haus, wird an konkreten Beispielen vor unseriösen Geschäftspraktiken gewarnt.

So veranschaulichte auch Sonja Guettat, mit welch unseriösen Mitteln oft geworben wird und wie groß der Unterschied zwischen Versprechen und Realität ist. Mit Broschüren und Flyern versucht die Verbraucherzentrale, unbescholtene Verbraucher an praktischen Beispielen vor Firmen - häufig nur Briefkastenfirmen - zu warnen, die mit unlauteren Tricks arbeiten.

Ob bei sogenannten Gewinnspielen oder bei Telefonwerbung, es sei immer äußerst ratsam, vorsichtig zu sein. Besonders werde vor der Herausgabe persönlicher Daten gewarnt. Zuviel Vertrauen könne negative Folgen haben. Besondere Vorsicht sei auch bei sogenannten Kaffeefahrten geboten. Oft dienen Gewinnmitteilungen als Lockvogel und statt des Tagesausfluges erwarte die Teilnehmer eine bis zu fünf Stunden dauernde Verkaufsveranstaltung. Bei Zweifeln an der Seriosität, könne auf eine Rücksprache mit Kindern, Lebenspartner etc. hingewiesen werden. Ebenso könne bei der Verbraucherzentrale nachgefragt werden, bevor man unseriösen Geschäftemachern auf den Leim gehe.

Auch vor dem Internet machen Abzocker nicht halt: Kostenpflichtige Dienstleistungen würden im World Wide Web mit dem einzigen Zweck angeboten, abzuzocken - zumeist Jugendliche. Derlei Seiten würden häufig mit neugierig machenden Sprüchen beworben, um entsprechend anzulocken.

Die Diskussion nach den Ausführungen der Mitarbeiterin der Verbraucherzentrale war lebendig. Manche der Teilnehmer hatten ihre eigenen Erfahrungen schon gemacht.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Abends war sicher, keine Scheu vor einem Anruf bei der Verbraucherzentrale zu haben, sich dort zu informieren oder eigene negative Erfahrungen mitzuteilen. Die Kontaktadresse der Verbraucherzentrale lautet:

Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

Seppel-Glückert-Passage 10
551126 Mainz

Telefon: 06131 / 28480
Fax: 06131 / 284866

Internet: www.vz-rlp.de