Worms, 10.03.2012

Im Gerd-Lauber-Haus der Arbeiterwohlfahrt trugen Dr. Hans-Peter Ranz und Hartmut Keil aus ihrem gemeinsamen Buch „Kumm, geh fort! 80 Anekdoten und Schwänke aus Worms" vor.

An einem ersten April habe ein Buchladenbesitzer (im heutigen Optik Meurer) Kundschaft und Passanten von einem im Ludwigshafen entflohenen Zirkus-Nilpferd berichtet. Wie er gehört habe, sei es direkt in den Rhein geflüchtet und werde um elf Uhr an der Wormser Rheinbrücke erwartet. Die erstaunliche Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer in Worms. Gegen Mittag standen, so die beiden Autoren, rund 800 Schaulustige auf der Wormser Rheinbrücke, um ein vermeintlich entflohenes Nilpferd sehen zu können.

In einer weiteren Anekdote widmeten sich die beiden Mundartdichter einem Landrat des 1969 aufgelösten Landkreis Worms: Bei einem Informationsbesuch in der Landesnervenanstalt in Alzey habe besagter Landrat den Raum eines Patienten betreten, welcher sich selbst als Kaiser von China betrachtete. Freundlich habe der gewählte Volksvertreter den Patienten begrüßt und sich als Landrat vorgestellt. Der Patient habe nur „Landrat? Ach, genauso hat es bei mir auch angefangen." entgegnet.

Im Anschluss boten Dr. Hans-Peter Ranz und Hartmut Keil noch kurzweilige Geschichten zum Backfischfest, zu ehemaligen Amtsrichtern und aus dem Milieu vor.

Bei Spareribs und Hausmacher Wurst endete der Abend sowohl mit einem Dank von Karl Kronauer und Heinrich Früauff für die Autorenlesung als auch mit einer erneuten Einladung an alle Anwesenden - zum Schlachtfest der AWO Worms-Mitte am 24. März auf dem Gelände der Arbeiterwolfahrt in der Brucknerstraße.

Florian Helfert