201203 awointernationalWorms, 20.03.2012

Wenn die AWO zur Veranstaltungsreihe „Treffpunkt AWO" einlädt, sind interessante Themen zu erwarten. Unter anderem auch Prominenz, wie bei der jüngsten Zusammenkunft. Zu Gast war Rudi Frick, Vorsitzender der AWO im Bezirk Rheinland, sowie Vorsitzender von AWO International. AWO International ist zudem auch Mitglied im Bündnis „Aktion Deutschland hilft". „Diese Organisation wird auch in Japan helfen", erläuterte Kreisverbandsvorsitzender Timo Horst und legte zu Beginn eine Gedenkminute für die dortige Opfer ein. Die schmerzhafte Erkenntnis aus der dortigen Tragödie zeige, dass man die Umwelt nicht beherrschen kann. Die AWO hat sich immer für die Seniorenpolitik gesetzt. Als eine der ersten, hat dieser Verband Begegnungsstätten und Altenheime eingerichtet.

Seniorenarbeit steht auch heute noch im Fokus: Mit dem Projekt „AWO 2015", sollen Themen und Ideen aufgefrischt werden, in Anlehnung an den demographischen Wandel, betonte Horst. Landtagsabgeordneter Jens Guth, dessen Stimme, unter dem bisherigen Wahlkampf deutlich gelitten hat, unterstrich das Ehrenamt. Rund 40 Prozent der Menschen in Rheinland Pfalz engagieren sich ehrenamtlich, deshalb zollte er der AWO Lob.

Grußworte entrichtete zudem Bundestagsabgeordneter Klaus Hagemann. Japan und die Opfer der dortigen Katastrophe sind in Berlin Hauptthema. „Es zeichnet sich ab, dass Atomenergie nicht menschenfreundlich ist", akzentuierte er. Man brauche Energie, aber die solle menschenfreundlich erzeugt werden. Die ersten Bilder von Japan gingen auch Rudi Frick durch Mark und Bein.

Mit dem Bündnis „Aktion Deutschland hilft" ist man immer wieder per Telfonkonferenz in Kontakt. „Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen sind am wichtigsten, damit sich Seuchen nicht ausbreiten können", betonte Frick. Zum Thema Spenden erklärte er, wonach die Menschen in Japan sehr zurückhaltend sind, wenn sie Hilfe angeboten bekommen. So entspreche es nicht deren Mentalität, Hilfe anzufordern. Dort sagt man sich „Da müssen wir selbst noch damit klarkommen". In Bezug auf die atomare Gefahr erklärte er: „Helfen ja, aber bitte nicht das eigene Leben in Gefahr bringen". Frick war seinerzeit auch im Erdbebengebiet Kaschmirs. „Das hat mich beeindruckt und betroffen gemacht".

Die AWO International kann jeder unterstützen, unter anderem mit einer Mitgliedschaft in einem Ortsverein; auch ist eine Fördermitgliedschaft möglich. Karl Kronauer, Vorsitzender des Ortsvereins der AWO Worms-Mitte, reichte ein Sparschwein herum. Japan sei stets eine der spendenfreudigsten Nationen gewesen. Nun habe sie Spenden verdient.

Ein weiterer Programmpunkt widmete sich der Ehrung von Volker Pütz. „Der Kreisverband und der Betreuungsverein haben dir viel zu verdanken", erläuterte Horst und nannte als Beispiel den Bau der Geschäftstelle. „Durch seine Mithilfe bei verschiedenen Projekten im Bezirk, konnten Summen im siebenstelligen Bereich eingespart werden.

Das ist für einen Verband eine hohe Größeordnung", betonte Frick. Auch Oberbürgermeister Michael Kissel gratulierte dem Ausgezeichneten und bezeichnete Pütz als einen Baulöwen. Besonders machen dies die derzeitigen Bauarbeiten im AWO-Altenheim in der Remeyerhofstraße wieder deutlich. Musikalisch umrahmten Schüler der Lucie-Kölsch-Jugendmusikschule die Veranstaltung.