201207 remeyerhof1Worms, 16.07.2012

Die Arbeiterwohlfahrt Worms informierte sich über den Fortschritt der Baumaßnahmen des Alten- und Pflegeheims Remeyerhof der AWO Rheinland in Worms

„Über ein Jahrzehnt haben wir Konzepte erstellt und verworfen, bis wir im Dezember 2008 das Richtige gefunden hatten", erläuterte Guido Gerdon, seit 1998 Heimleiter des AWO-Altenzentrums. „Nach Abschluss aller Baumaßnahmen werden wir künftig mit einer integrierten Kindertagesstätte und einer sogenannten Pflegeoase für Menschen mit fortgeschrittener Demenz eine bundesweit einzigartige Kombination anbieten", freut sich Gerdon über zwei Besonderheiten vor Ort - und den bereits überwältigenden Zuspruch.

Jung und Alt werden durch das lebendige Miteinander der Generationen profitieren", zeigt sich Winfried Bauer als Geschäftsführer der AWO Rheinland überzeugt - zumal es in heutigen Familien teils an einem solchen Austausch mangele. Außerdem wolle man mit einer dreigruppigen Kindertagesstätte einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten, so Bauer weiter. Die Kindertagesstätte soll voraussichtlich im August 2013 an den Start gehen. Im Gebiet um den Remeyerhof ist der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder weiterhin hoch. Als die Entscheidung in den städtischen Gremien für die Kindertagesstätte gefallen war, habe sich Bürgermeister Georg Büttler persönlich für das Projekt eingesetzt. „Um sowohl den Bedürfnissen der Bewohner als auch der Kinder auf unserem Gelände gerecht zu werden, konzipiert derzeit ein Berliner Garteningenieur unseren Innenhof", fügt Guido Gerdon an. Darüber hinaus solle ein Dach des Remeyerhofs begrünt werden, um auch hier farbenfroh Akzente zu setzen.

Ebenso wie seine beiden SPD-Stadtratskollegen Willi Fuhrmann und Uwe Gros begrüßte Timo Horst als Kreisvorsitzender der Wormser Arbeiterwohlfahrt das dargestellte Engagement. „Die bislang investierten elf Millionen Euro unterstreichen die Qualität der baulichen Substanz im Wormser Remeyerhof", erklärte Horst.

Die Qualität der erbrachten Leistungen werde zum Beispiel darin deutlich, dass er sich auch aufgrund der Wohnbereichsküchen wie in einer großen, familiären Wohngemeinschaft fühle. „Sobald die Kindertagesstätte ihren Betrieb aufnimmt, entsteht sogar ein großfamiliärer Charakter", äußerte sich Timo Horst lobend über die konzeptionelle Neuausrichtung des AWO-Altenzentrums zu einem Haus der Generationen.

Florian Helfert