Worms, 7.01.2013

Im Dezember ist Heiner Strack 100 Jahre alt geworden und feierte mit Kaffee und Kuchen im DRK Altenheim. Im Gerd-Lauber-Haus der Arbeiterwohlfahrt erzählte Heiner Strack als langjähriges AWO-Mitglied unter Moderation Harald Kuklinskis heute gerne aus seinem Leben:

Mein Meister in der Lehre war ein Dollbohrer", blickte Heiner Strack auf seine Jugend zurück. Im Gegensatz zum Meister habe er großen Wert darauf gelegt, dass gute Arbeit auch anerkannt werde. Deshalb sei er auch vor 85 Jahren der Gewerkschaft beigetreten. Außerdem habe er sich nach der Lehre schnell einen neuen Betrieb gesucht. „Gut entlohnt habe ich später dann meine Frau Maria geheiratet", so Strack weiter. Als Pionier im Krieg geriet Strack in russische Gefangenschaft. Aus der Kriegsgefangenschaft 1948 zurückkehrend konnte Heiner Strack sich wieder seiner Familie widmen.

Solidarität und Gerechtigkeit
„Mich hat jemand zu Karl Kronauer mitgenommen - da konnte ich nur Mitglied werden", erklärte Heiner Strack. Karl Kronauer lächelt und bedankt sich als ehemaliger Geschäftsführer der Wormser Sozialdemokratie für einen „meiner treuesten Helfer". Auch Bürgermeister Georg Büttler lobte den bis ins hohe Alter stets anpackenden Genossen.

„Heiner, für mich und die Wormser Kinder in einem sozialen Brennpunkt hast du in den Jahren 1994 bis 1996 den Nikolaus gespielt", dankte Bundestagsabgeordneter Klaus Hagemann und befand: „Zu Recht, denn die Kinder waren voller Respekt!" Und nicht nur die Kinder, denn sowohl bei der Arbeiterwohlfahrt als auch in der SPD habe er Heiner Strack immer engagiert und offen für Solidarität und Gerechtigkeit im positiven Sinne streitend erlebt.

Anschließend meldete sich mit Marcus Held der Kandidat der SPD für den Bundestag zu Wort und erklärte, dass er Heiner Strack als Helfer beim Stadtmauerfest vor Augen habe. Dessen gelebte Treue - nicht nur zur AWO und SPD sondern auch im Familienleben - sei vorbildhaft für seine Generation.

Florian Helfert