BetreuungsvereinDas Betreuungsrecht
Am 01.01.1992 trat das neue Betreuungsrecht in Kraft und löste damit die Entmündigung, Vormundschaft und Pflegschaft (Gebrechlichkeitspflegschaft) für Erwachsene ab. Mit der damit vollzogenen Rechtsänderung wurden die Rechte der hilfsbedürftigen Menschen zugunsten einer größtmöglichen Selbstbestimmung wesentlich gestärkt.

Bereits im darauf folgenden Jahr 1993 ist der Betreuungsverein der Arbeiterwohlfahrt Worms e.V. gegründet worden. Seither betrachten wir es als unsere Aufgabe

  • über Vorsorgemöglichkeiten wie zum Beispiel über Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen oder Patientenverfügungen zu informieren,
  • ehrenamtliche Betreuer zu gewinnen,
  • ehrenamtliche Betreuer in ihre Aufgaben einzuführen,
  • bei der Ausübung dieses anspruchsvollen Amtes beratend zur Seite zu stehen,
  • bereits bevollmächtigte Personen zu beraten,
  • Fortbildungen anzubieten,
  • mit unseren hauptamtlichen Mitarbeitern selbst vormundschaftsgerichtlich angeordnete Betreuungen zu gewährleisten.

Unser Beratungsangebot an ehrenamtliche Betreuer und Bevollmächtigte ist kostenfrei und - sofern gewünscht - auf Dauer angelegt. Sie finden bei uns fachkundige und praxisnahe Unterstützung durch unsere sozialpädagogischen Fachkräfte.

 

Die gesetzliche Betreuung
„Kann ein Volljähriger auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen, so bestellt das Vormundschaftsgericht auf seinen Antrag oder von Amts wegen für ihn einen Betreuer." (§1896 I BGB)

Dieses verantwortungsvolle Amt wird in Deutschland zu etwa 2/3 aller Fälle ehrenamtlichen Helfern übertragen. Zumeist sind dies Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn. Durch die rechtliche Vertretung von schwer kranken und behinderten Menschen kann diesen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht werden. Der gesetzliche Vertreter hat die Aufgabe, in den ihm zugewiesenen Aufgabenkreisen dem Betroffenen nach dessen Wünschen und zu dessen Wohl so zu helfen, so dass er trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen kann.

Eine solche Zusammenarbeit setzt ein hohes Maß an sozialer Kompetenz aber auch die Bereitschaft voraus, die bestehenden Hilfsangebote des Betreuungsnetzwerkes anzunehmen.

Sprechen Sie und an, wenn Sie Hilfe suchen oder helfen wollen.

Hierzu steht Ihnen Angelika Frank gerne zur Verfügung.